Tag-Archiv für 'kritik_der_politischen_Ökonomie'

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 5

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

3.3 Abstrakte Arbeit: Realabstraktion und Geltungsverhältnis

  • Doppelter Warenwert bedeutet Doppelcharakter von Waren produzierender Arbeit
  • Konkrete Arbeiten schaffen Gebrauchswert (z.B. Erlernen von speziellen Tätigkeiten ist Erlernen konkreter Arbeit)

(mehr…)

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 4

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

3. Wert, Arbeit, Geld

3.1 Gebrauchswert, Tauschwert und Wert

  • In der kapitalistischen Gesellschaft werden Güter zu Waren (Für den Austausch bestimmt); Ware ist die „Elementarform“ des Reichtums
  • Naturalform & Gesellschaftliche Form ( z.B. TW; Ding hat TW nur im Austausch mit anderen Waren, die „andere Ware“ ist sein TW)

(mehr…)

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 3

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

2.2 Theorie und Kritik

  • Weltanschaulicher Marxismus/Volkswirtschaftslehre: Kein Unterschied zwischen den Kategorien, sondern nur zwischen den Ergebnisse der Theorie (VWL sieht die Klassik als veraltet an, somit auch Marx, den sie selbiger zuordnen)
  • Marx wollte die kategorialen Vorraussetzungen einer ganzen Wissenschaft kritisieren (weiteres siehe S. 31, unterer Absatz)

(mehr…)

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 2

Zusammenfassung von „Kritik der politischen Ökonomie“ von Michael Heinrich; Fortsetzung:

1.3 Marx und der „Marxismus“

  • frühe Marx: Entfremdungstheorie ( Das Wesen des Mensch leidet unter der kapitalistischen Produktionsweise; keine Kontrolle des Mensch über seine Produkte, Arbeit, Kräfte, …)
  • Kommunismus als Aufhebung der Entfremdung
  • Bruch mit Auslassungen über das Wesen des Mensch, der Entfremdungstheorie
  • „Kommunistisches Manifest“ als quasi unwissenschaftliche Arbeit
  • Marx/Engels als „think tank“
  • Arbeiterkultur
  • „Weltanschauungsmarxismus“(Verflachungen Engels ohnehin schon flachen Ideen, simpelste Welterklärungen, Ökonomismus, historischer Determinismus, Identitätsstiftend auf Arbeiter)
  • Marxismus-Leninismus verflachte diesen „Weltanschauungsmarxismus“ noch weiter („Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung“, Lenin)
  • Spaltung in SPD („Reformisten“) u. KPD („Leninisten“)
  • Lenins Polemiken würden nach seinem Tod zu „marxistischer Wissenschaft“ geadelt à Identitätsbildung der Partei, Identitätsstiftung in der SU
  • „Wenn das Marxismus ist, dann bin ich kein Marxist“ (Marx)
  • Westlicher Marxismus (Kritik am Weltanschauungsmarxismus; Korsch, Lukács, Gramsci, Horkheimer, Adorno, Marcuse)
  • Auseinandersetzungen mit marxistischer Kritik der politischen Ökonomie (Althusser, Balibar vgl. S. 25; Backhaus 1997, Reichelt 1970 u. S. 26 Anm. 2), Differenz zwischen marxistischer politischer Ökonomie u. Kritik der politischen Ökonomie

2. Der Gegenstand der Kritik der politischen Ökonomie

  • Verhältnis von theoretischer Darstellung u. Geschichte/ Marxscher Darstellung u. bürgerlicher Wirtschaftstheorie innerhalb der Kritik der politischen Ökonomie

2.1 Theorie und Geschichte

  • Engels u. Kautsky verklärten Marx logische (also begrifflich/theoretische) Darstellung in eine historische
  • Marx hätte eine vergangene Phase des Kapitalismus beschrieben („Konkurrenzkapitalismus), die der aktuellen („Imperialismus“) hervorginge
  • Auch die bürgerliche Wirtschaftswissenschaft verklärt Marx Dartellung bestenfalls als eine historische Darstellung u. verkennt den „logischen Wert“ des Werks
  • Marx ging es um eine theoretische Analyse des Kapitalismus, eine abstrahierende Darstellung, die den „idealen Durchschnitt“ erfasst
  • Ereignisgeschichte einer Gesellschaft: Wissen über Geschichte erforderlich
  • Strukturgeschichte einer Gesellschaft: Wissen über Struktur erforderlich (um zu wissen, nach was man in der Geschichte zu suchen hat)
  • Jedoch müssen differente Produktionsweisen mit unterschiedlichen Kategorien dargestellt werden (Bürgerliche Ideologen setzen ihre Kategorien, die bürgerliche Gesellschaft als überhistorisch u. einzig dem Mensch entsprechendes System fest)

Demnächst: Theorie und Kritik

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung

Ich werde hier das gleichnamige Buch von Michael Heinrich in Stichpunkten zusammenfassen, und habe, um die Übersichtlichkeit weiterhin zu gewährleisten, direkt eine neue Kategorie geschaffen, worunter ich ca. ein-zweimal pro Woche Stichpunkte zu Kapiteln oder Abschnitten des Buches veröffentliche.

Online Version des Buches, Informationen zum Buch und Downloads, Homepage von Michael Heinrich

Es geht direkt los:

Notizen zu Heinrich: „Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung“

1. Kapitalismus und „Marxismus“

1.1 Was ist Kapitalismus?

  • Historische versch. Klassen u. Herrschaftsverhältnisse
  • Bürgerlich – kapitalistische Gesellschaft: formelle Freiheit und Gleichheit, kein persönliches Gewaltverhältnis (vgl. S. 13)
  • Formelle Freiheit u. Gleichheit ist die Grundlage für kapitalistische Ausbeutung (vgl. S. 14)
  • Vorkapitalistische Gesellschaften: Produktion u. Aneignung durch die herrschende Klasse dient dem individuellen Konsum der Herrscher („unmittelbare Bedarfsdeckung“)
  • Kapitalistische Gesellschaften: Produktion u. Aneignung durch Kapitalisten dient der Kapitalverwertung („unmittelbare Kapitalverwertung“) → Akkumulation ist direkter Zwang des Kapitalismus bzw. der Konkurrenz (und kein moralischer Mangel) [Salopp: „Würde der Kapitalist nicht akkumulieren, würde er Pleite gehen“] (vgl. S. 15)
  • Kapitalismus beruht auf einem systematischen Herrschaftsverhältnis, das allgemein Zwänge produziert
  • Def. Kapital: Wertsumme, die sich zweckgemäß verwertet (Handelskapital, industrieelles Kapital, Erlös für Waren über dem Wert von Kapital u. Arbeit: Gewinn, Kapital hat es praktisch in allen Gesellschaften in einer untergeordneten Rolle gegeben, Akkumulation als quasi „Selbstzweck“)
  • Genesis des Kapitals
  • „Zeitalter der Entdeckungen“: Plünderung, Versklavung, Raubmord → „Kapital floß ins Mutterland“ (Paradigma für bürgerliche Geschichtsschreibung)
  • Kapital hat keine geographischen Grenzen mehr

1.2 Die Entstehung der Arbeiterbewegung

  • Doppelt freier Arbeiter
  • Permanenter Zwang zur Lohnarbeit (Arbeitshäuser, Verfolgung, …)
  • Das 19. Jahrhundert über wurden Kämpfe um die Anerkennung von Gewerkschaften u. Streiks geführt
  • Fabrikgesetzgebung (Regulativ, Kämpfe, …)
  • Entstehung von Arbeiterparteien, Theorien, … à Hatte der damalige Marxismus nocht etwas mit den marxistischen Theorien gemein?

Demächst: „Marx und der Marxismus“