Tag-Archiv für 'heinrich'

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 8

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

3.7 Geldfunktionen, Geldware und das moderne Geldsystem

  • Drei Funktionen des Geldes, 1) allgemeines Maß der Werte, Der Wert jeder Ware wird als ein best. Quantum Geld ausgedrückt, den Bezug auf abstrakte Arbeit herstellt, Geld repräsentiert nicht unmittelbar Arbeitszeit, da sich eine Privatarbeit erst als allgemeine gesellschaftliche Arbeit bewähren muss, „Arbeit wird erst gesellschaftliche Arbeit durch die allseitige Entäußerung der individuellen Arbeiten“; Arbeit, die gemessen wird, ist immer Arbeit vor dem Tausch, kann aber nur im Tausch „gemessen“ werden, (Bedarf der gesellschaftliche Ratifikation) → Geld ist die unmittelbare Existenzform der abstrakten Arbeit; Der einzig mögliche Wertausdruck einer Ware in Geld ist ihr Preis, Geld muss nicht reell, (neben der Ware) vorhanden sein, sondern dient als ideelles Geld (Möglichkeit, Waren nicht verkaufen zu können), Ändert sich die Wertgröße(steht die individuell verausgabte Arbeit in einem neuen Verhältnis zur gesellschaftlichen Gesamtarbeit) , ändert sich der Preis, wobei eine Preisänderung nicht eine Veränderung der Wertgröße anzeigt, ein Preis können auch „wertlose“ Dinge haben (z.B. Adelstitel), Inflation (Entwertung des Geldes, steigendes Preisniveau), Deflation (steigender Wert des Geldes, sinkendes Preisniveau) (siehe 7.2)

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Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 5

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

3.3 Abstrakte Arbeit: Realabstraktion und Geltungsverhältnis

  • Doppelter Warenwert bedeutet Doppelcharakter von Waren produzierender Arbeit
  • Konkrete Arbeiten schaffen Gebrauchswert (z.B. Erlernen von speziellen Tätigkeiten ist Erlernen konkreter Arbeit)

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Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 4

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

3. Wert, Arbeit, Geld

3.1 Gebrauchswert, Tauschwert und Wert

  • In der kapitalistischen Gesellschaft werden Güter zu Waren (Für den Austausch bestimmt); Ware ist die „Elementarform“ des Reichtums
  • Naturalform & Gesellschaftliche Form ( z.B. TW; Ding hat TW nur im Austausch mit anderen Waren, die „andere Ware“ ist sein TW)

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Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 3

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

2.2 Theorie und Kritik

  • Weltanschaulicher Marxismus/Volkswirtschaftslehre: Kein Unterschied zwischen den Kategorien, sondern nur zwischen den Ergebnisse der Theorie (VWL sieht die Klassik als veraltet an, somit auch Marx, den sie selbiger zuordnen)
  • Marx wollte die kategorialen Vorraussetzungen einer ganzen Wissenschaft kritisieren (weiteres siehe S. 31, unterer Absatz)

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Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 2

Zusammenfassung von „Kritik der politischen Ökonomie“ von Michael Heinrich; Fortsetzung:

1.3 Marx und der „Marxismus“

  • frühe Marx: Entfremdungstheorie ( Das Wesen des Mensch leidet unter der kapitalistischen Produktionsweise; keine Kontrolle des Mensch über seine Produkte, Arbeit, Kräfte, …)
  • Kommunismus als Aufhebung der Entfremdung
  • Bruch mit Auslassungen über das Wesen des Mensch, der Entfremdungstheorie
  • „Kommunistisches Manifest“ als quasi unwissenschaftliche Arbeit
  • Marx/Engels als „think tank“
  • Arbeiterkultur
  • „Weltanschauungsmarxismus“(Verflachungen Engels ohnehin schon flachen Ideen, simpelste Welterklärungen, Ökonomismus, historischer Determinismus, Identitätsstiftend auf Arbeiter)
  • Marxismus-Leninismus verflachte diesen „Weltanschauungsmarxismus“ noch weiter („Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung“, Lenin)
  • Spaltung in SPD („Reformisten“) u. KPD („Leninisten“)
  • Lenins Polemiken würden nach seinem Tod zu „marxistischer Wissenschaft“ geadelt à Identitätsbildung der Partei, Identitätsstiftung in der SU
  • „Wenn das Marxismus ist, dann bin ich kein Marxist“ (Marx)
  • Westlicher Marxismus (Kritik am Weltanschauungsmarxismus; Korsch, Lukács, Gramsci, Horkheimer, Adorno, Marcuse)
  • Auseinandersetzungen mit marxistischer Kritik der politischen Ökonomie (Althusser, Balibar vgl. S. 25; Backhaus 1997, Reichelt 1970 u. S. 26 Anm. 2), Differenz zwischen marxistischer politischer Ökonomie u. Kritik der politischen Ökonomie

2. Der Gegenstand der Kritik der politischen Ökonomie

  • Verhältnis von theoretischer Darstellung u. Geschichte/ Marxscher Darstellung u. bürgerlicher Wirtschaftstheorie innerhalb der Kritik der politischen Ökonomie

2.1 Theorie und Geschichte

  • Engels u. Kautsky verklärten Marx logische (also begrifflich/theoretische) Darstellung in eine historische
  • Marx hätte eine vergangene Phase des Kapitalismus beschrieben („Konkurrenzkapitalismus), die der aktuellen („Imperialismus“) hervorginge
  • Auch die bürgerliche Wirtschaftswissenschaft verklärt Marx Dartellung bestenfalls als eine historische Darstellung u. verkennt den „logischen Wert“ des Werks
  • Marx ging es um eine theoretische Analyse des Kapitalismus, eine abstrahierende Darstellung, die den „idealen Durchschnitt“ erfasst
  • Ereignisgeschichte einer Gesellschaft: Wissen über Geschichte erforderlich
  • Strukturgeschichte einer Gesellschaft: Wissen über Struktur erforderlich (um zu wissen, nach was man in der Geschichte zu suchen hat)
  • Jedoch müssen differente Produktionsweisen mit unterschiedlichen Kategorien dargestellt werden (Bürgerliche Ideologen setzen ihre Kategorien, die bürgerliche Gesellschaft als überhistorisch u. einzig dem Mensch entsprechendes System fest)

Demnächst: Theorie und Kritik