Kurznotizen

Immanuel Kant über antisozialistische Propaganda

Immanuel Kant über antisozialistische Propaganda: „Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperreten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt gemeiniglich von allen ferneren Versuchen ab.“ (Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?)

Wenn das Unbewusste klüger ist als das Bewusstsein – eine wunderbare Fehlleistung in der aktuellen „Zeit“ zum derzeitigen Kinderbuch-Thema: „Er [der kleine Bruder politische Korrektheit] realisiert sich im Tun jener zahllosen, oftmals staatlich bestallten Tugendwächter, die in höherem Auftrag, sei es Feminismus, Antisemitismus oder Antirassismus, agieren […].“

„Herr Keuner begegnete Herrn Wirr, dem Kämpfer gegen die Zeitungen. ‚Ich bin ein großer Gegner der Zeitungen‘, sagte Herr Wirr, ‚ich will keine Zeitungen.‘
Herr Keuner sagte: ‚Ich bin ein größerer Gegner der Zeitungen: ich will andere Zeitungen.‘ […] Herr Wirr meint, der heutige Unwert der Zeitungen beschäftige ihn, aber in Wirklichkeit ist es der morgige Wert.“

„Die wirklich metaphysische Frage hält länger an als die mythologisch-transzendenten Antworten der Herrenkirchen. Sie vergeht mit ihnen nicht, sondern lebt suo genere in den Abenteuern und Dunkelheiten der unverfälschten Immanenz, nämlich gerade an deren objektiv-realen Dunkelheiten.“ (Ernst Bloch)

Zizek: Was tun (mit Lenin)?