Archiv für Februar 2014

10 kurze Thesen gegen Adorno

1. Adornos Philosophie will eine Verschränkung von Philosophie und dem Politischen sein.

2. Nicht diese Verschränkung von Politik und Philosophie ist zu kritisieren, sondern die Entschränkung von Philosophie und Politik in ihrem Grenzverlust, provoziert durch die Marginalisierung der Immanenz.

3. Durch den Grenzverlust von Philosophie und Politik, täuscht Adornos Philosophie eine wechselseitige Aufhebung von Politik und Philosophie vor, verfälscht in Wahrheit jedoch beide durcheinander.

4. Philosophie wird der zu interpretierenden Wirklichkeit beraubt und auf die interpretierte Wirklichkeit eines formalen Nichtidentischen verpflichtet: Philosophie wird trivialisiert.

5. Der politische Begriff der zu verändernden Wirklichkeit, sowie der politische Begriff einer veränderten Wirklichkeit werden verfälscht; Politik wird überlastet.

6. Die zu verändernde Wirklichkeit wird nämlich zu einer Hypothese falscher Totalität hochgestochen, der analog die veränderte Wirklichkeit als ein überspreiztes Ideal wahrer Totalität entgegengestellt wird.

7. Der Kommunismus ist so aber keine politische Möglichkeit mehr, sondern eine leere Utopie unendlicher Freiheit, die von ihren endlichen Bedingungen abstrahiert ist.

8. Dem ist mit Hegel zu erwidern: „Wer gegen das Endliche zu ekel ist, der kommt zu gar keiner Wirklichkeit, sondern er verbleibt im Abstrakten und verglimmt in sich selbst.“

9. So versteht sich auch Marx anti-utopische Volte, dass der Kommunismus kein abstraktes Ideal unendlicher Freiheit ist, sondern „die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt.“

10. „Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden Voraussetzung.“