Eilmeldung (stolen again)

+++ Eilmeldung+++

Alles okay

Bonn/dpa. Wie gerade durchgegeben wurde, ist Burmas / Birmas Junta zurückgetreten, alle Mönche sind wieder lebendig, Marco wird morgen aus türkischer Haft entlassen, und Maddie ist auch wieder zuhause.

sagt die Titanic.


8 Antworten auf “Eilmeldung (stolen again)”


  1. Gravatar Icon 1 Dieter 08. Oktober 2007 um 18:16 Uhr

    Lieber Schorsch,
    mit solchen Beiträgen wird dein Journal zur Witznummer und vollständig unattraktiv. Außerdem läßt es Schlüsse über den Herausgeber zu. Bisher hatte ich den Eindruck, daß du dich ernsthaft mit den Problemen dieser Welr befaßt. Habe ich mich diesbezüglich geirrt?

  2. Gravatar Icon 2 schorsch 08. Oktober 2007 um 19:50 Uhr

    naja, das hängt davon ab, wie man das zitat verstehen will. aber demnächst gibt es wieder etwas gehaltvollere beiträge.

  3. Gravatar Icon 3 Dieter 09. Oktober 2007 um 11:34 Uhr

    Lieber Schorsch,
    da du für gehaltvollere Beiträge offensichtlich zeitlich zu sehr angespannt bist, hier mal etwas von mir zum aktuellen Streit in der SPD. Wer und warum streitet sich eigentlich – durch die Personen Beck und Müntefering – um was.

    Wenn Beck eine Reform der Schröderschen Agenda 2010 zugunsten der Arbeitslosen fordert, dann vertritt er Arbeiterinteressen. Wenn Müntefering ihm entgegenhält, daß dieses unbezahlbar ist und nur seinen eigenen „Kampf um Mindestlöhne“ behindert, dann vertritt dieser Unternehmerinteressen. Nun ist aber alles – das haben wir von Einstein gelernt – relativ. Aber so, wie selbst Einstein seine allumfassende Relativitätstheorie an einer unumstößlichen Konstanten festmachen konnte, nämlich der Lichtgeschwindigkeit, so können wir auch Beck und Müntefering mithilfe einer gesellschaftlichen Konstanten relativieren, nämlich der objektiven Klasseninteressen.

    Und im Verhältnis zum wirklichen Klasseninteresse der Arbeiter, nämlich der vollständigen Inbesitznahme der Produktionsmittel, steht Becks Forderung da wie eine unterwürfige Bettelei: „Bitte, bitte, liebe Unternehmer, zahlt mehr Steuern, damit wir den Arbeitslosen mehr Hartz-IV geben können.“ Ebensogut könnte man die Unternehmer gleich anflehen, immer 10 % ihrer Dividende an das Arbeitsamt zu überweisen.

    Und Müntefering? Mit seinem „das ist unbezahlbar“ hat er allen Änderungen an den Besitz- und Verteilungsverhältnissen eine klare Absage erteilt: die derzeitigen kapitalistischen Verteilungsverhältnisse stehen bei ihm nicht zur Disposition. Mit seinem angeblichen „Kampf um Mindestlöhne“ fordert er jedoch genau das Gleiche wie Beck, nur daß Müntefering die Dividendenspende des Kapitals nicht den arbeitslosen Arbeitern, sondern den noch arbeitenden Arbeitern zukommen lassen will. Daß Müntefering ziemlich behindert ist und seinen eigenen Unsinn noch nie kapiert hat, ist keine Neuigkeit. Ich erinnere an seinen Vorschlag, Langzeitarbeitslose aufs Feld zum Spargelstechen zu schicken. Übrigens kam dieser Vorschlag wenige Tage nach jener Bundestagswahl, in die Müntefering lauthals schreiend mit seiner „Kapitalismuskritik“ gezogen ist – dieser verlogene Taschendieb.

    Lassen wir also mal außer acht, daß sich derzeit in der SPD der Bettler mit dem Dummkopf streitet und reduzieren den Streit auf die Arbeiterklasse, so stehen sich hier wieder mal der „gebremste Klassenkämpfer“ und der „Realpolitiker“ gegenüber. Dieser Streit gehört zur gesamten Linken, wie die Dornen zur Rose. Durch die objektiven Interessen der Arbeiterklasse ist die Linke gezwungen, Besitzforderungen an die Unternehmer zu stellen; durch die objektiven Gegebenheiten der kapitalistischen Verhältnisse sind diese aber unerfüllbar. Wir haben hier einen geradezu klassischen Widerspruch im Sinne der hegelschen Dialektik vor uns: Die objektiven Interessen der Arbeiterklasse erfordern die Überwindung des Kapitalismus; die subjektive Vorstellung der Arbeiter will aber von dieser Überwindung nichts wissen, so daß es beständig zu unlösbaren Auseinandersetzungen (Widerspruch) sowohl mit dem Klassengegner (aktuell: GDL contra DB), als auch innerhalb der Arbeiterklasse (Schröder contra Lanfontaine/ Beck contra Müntefering) kommen muß – bis das gesellschaftsökonomische System geändert wird.

    Schon Marx stellte fest, daß die subjektiven Vorstellen von einem selber nicht die geringste Ähnlichkeit haben müssen mit der objektiven Rolle, die man spielt. Beck und Müntefering beweisen die Richtigkeit dieser Feststellung.

  4. Gravatar Icon 4 Moneymaker 09. Oktober 2007 um 21:52 Uhr

    Philosophie ist sicher das allerernsteste, aber so ernst auch wieder nicht.

    das gleiche gilt in verstärkter form für politik und ökonomie.

    in sofern bin ich froh neben allem ernst auch etwas humor zu finden -der ja nicht zwangsläufig in affirmation umschlagen muss.

  5. Gravatar Icon 5 Dieter 10. Oktober 2007 um 12:11 Uhr

    Hallo Geldmacher,
    wie kannst du das so großspurig beurteilen, da du noch keinen Hinweis hinterlassen hast, dass du von Philosophie, Politik oder gar von der Ökonomie auch nur die geringste Ahnung hast? Und ob du Humor erkennen würdest, wenn er direkt vor deiner Nase auftaucht, möchte ich auch in Frage stellen. „Abstrakt und hochnäsig schwafeln“, dafür könnte ich dir jedoch schon jetzt einen Befähigungsnachweis ausstellen. – Aber den kannst du dir auch selber ausstellen.

  6. Gravatar Icon 6 schorsch 10. Oktober 2007 um 17:49 Uhr

    Ich vermag ganz im Gegensatz zu dir, dem Kommentar von Moneymaker keineswegs „breitmäulige Phraseologie“ (Marx) zu attestieren.
    Du scheinst weiterhin jede These erst dann zu akzeptieren, wenn die Kompetenz des Autors von ihm hinreichend bewiesen wurde. Zu diesem -pardon- elitären Gehabe passt dann auch, dass du nicht davor zurückscheust feindselige Spekulationen über die Humorempfänglichkeit von Moneymaker anzustellen. Ärgerlich.

  7. Gravatar Icon 7 Dieter 11. Oktober 2007 um 7:17 Uhr

    Lieber Schorsch,
    daß du diesen abstrakten, aber auch vom letzten Inhalt säuberlich befreiten Unsinn vom „Geldmacher“ in Schutz nimmst, läßt nur auf eine gewisse (geistige) Verwandtschaft schließen. Wer selber Phrasen produziert, nimmt die hohlsten Phrasen der anderen naturgemäß als „Kompetenz“. … Oh, oh, oh.

  8. Gravatar Icon 8 Antikryst 11. Oktober 2007 um 21:14 Uhr

    Bitte, was soll dieses Geflame denn?

    In die Titanic lässt sich mit Sicherheit eine gewisse Tiefe hineinlesen, wenn man es denn möchste, ich finde das Zitat jedenfalls ziemlich gelungen.

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