Es herrscht…

Es herrscht Anarchie der gesellschaftlichen Produktion. Aber die Warenproduktion, wie jede andere Produktionsform, hat ihre eigentümlichen, inhärenten, von ihr untrennbaren Gesetze; und diese Gesetze setzen sich durch, trotz der Anarchie, in ihr, durch sie. Sie kommen zum Vorschein in der einzigen, fortbestehenden Form des gesellschaftlichen Zusammenhangs, im Austausch, und machen sich geltend gegenüber den einzelnen Produzenten als Zwangsgesetze der Konkurrenz. Sie sind diesen Produzenten also anfangs selbst unbekannt und müssen erst durch lange Erfahrung nach und nach von ihnen entdeckt werden. Sie setzen sich also durch, ohne die Produzenten und gegen die Produzenten, als blindwirkende Naturgesetze ihrer Produktionsform. Das Produkt beherrscht die Produzenten.

Friedrich Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“

Auch wenn es eher heißen müsste: …diese Gesetze setzen sich durch, aufgrund der Anarchie, wegen dem Nebeneinander der Privatproduzenten und Eigentümer, welches „Konstituentien der Erfahrung“(Adorno) produduziert und reproduziert.


2 Antworten auf “Es herrscht…”


  1. Gravatar Icon 1 Admin 27. November 2006 um 11:54 Uhr

    Auch in der Rezeption Engels gilt: Hauptsache Adorno zitiert?

  2. Gravatar Icon 2 Schorsch 27. November 2006 um 16:44 Uhr

    In der Rezeption Engels gilt: Hauptsache adäquat erfasst (und kritisiert). Zur Artikulation der Kritik lieferte Adorno angebrachtes Vokabular.

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