Kapitalismus gegen Armut und Krieg?

Nie wieder schreibe ich ein Text in dem Eingabefeld vom Weblog. Grade bin ich mit einem Text zu Mikrozinsen und zum Friedensnobelpreis 2006 fertig geworden, da drücke ich auf den falschen Button und der Text ist weg.
Deshalb gibt es ein nur sehr kurzes Textchen in dem etwas unvermittelt die wichtigesten Punkte erwähnt werden.

Objektive Ursachen scheinen für die Befürworter von Mikrozinsen nicht zu existieren, oder aber diese werden im Zins oder in der Höhe der Zinssätze situiert. Was an dieser Vorstellung falsch ist, beschreibe ich hier.
Ins Auge springen sonst vor allem zwei Dinge: Mikrozinsen „ändern“ nicht viel, sondern verleihen den pauperisierten Massen lediglich die Möglichkeit erhöhter geschäftlicher Potenz. Diese soll dann als Mittel auf dem Markt fungieren. Dass dies, in Anbetracht einer entwickelten kapitalistischen Produktionsweise, nahezu nicht erfolgreich sein kann ist offensichtlich. Selbst wenn jemand Erfolg haben sollte, setzt sich der Erfolg gegen die ökonomischen „Mitstreiter“ durch. Konkurrenz soll also als Mittel für Armutslinderung eingesetzt werden.
Beachtenswert ist außerdem die Idiotie, den Menschen in Armutsländern fehle es an Idealen und dieser vermeintliche Mangel sei Grund für ihre Armut: So wird das Projekt des Friedensnobelpreisträgers auch gelobt, weil es „Eigeninitiative“ und „Risikobereitschaft“ fordert. Wenn aber solche Werte proklamiert werden, ist das als Drohung zu verstehen.
Als Lösung für das Problem soll dies funktionieren, was das Problem überhaupt erst produziert hat: Kapitalismus!

Zwei Blognachbarn haben übrigens auch schon etwas zum Friedensnobelpreis 2006 verfasst: MPunkt und ascetonym. Walgesang hat einen Text zur Thematik hochgeladen.


3 Antworten auf “Kapitalismus gegen Armut und Krieg?”


  1. Gravatar Icon 1 winfried aus chemnitz 10. November 2006 um 19:35 Uhr

    Warum soll den der Räuber gegen Raub und Armut sein?
    Warum sollte er dies können?

    Die marxistische Denkweise ist allerdings auch Teil des Problems, weil sie zwar zum einen Offenlegt aber das wirklich Wichtige zugedeckt hat!

    Dieses Paradox findet man auch sehr oft bei den Superreichen die etwas aus dem „Nähkästchen“ plaudern!

    Man braucht Standpunkte wo Klarheiten und wo Handlungsmöglichkeiten entstehen!

    Diese müssen auch noch scheinbar Unpolitisch sein um breiten Massen akzeptiert zu werden!

    http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/article/geheimwissen-in-einem-bild-oekonomie/

  2. Gravatar Icon 2 Schorsch 10. November 2006 um 21:36 Uhr

    Was an Gesells‘ Konzeptionen falsch ist, beschreibe ich hier:

    http://schorsch.blogsport.de/2006/10/02/verkuerzte-kapitalismuskritik/

    „Seit dieser Zeit suche ich ein wirklich ernsthaftes Gegenargument um die Angelegenheit zu widerlegen aber ich habe es noch nicht gefunden!“

    Ich empfehle: Karl Marx, Das Kapital, Bd. 1-3

    „Die marxistische Denkweise ist allerdings auch Teil des Problems, weil sie zwar zum einen Offenlegt aber das wirklich Wichtige zugedeckt hat!“

    Das würde ich gerne näher erläutert haben.

    „Diese müssen auch noch scheinbar Unpolitisch sein um breiten Massen akzeptiert zu werden!“

    Wenn die Akkzeptanz (!) einer Idee durch die „breiten Massen“ zum Ziel wird, liegt man eh schon falsch.

  1. 1 Über “gleichgültige Diktatoren” und “defätistische Afrikaner” // Schorsch’s online Journal Pingback am 31. Dezember 2006 um 18:07 Uhr
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