Fragmente der Kritik: Popper

Sir Karl Raimund Popper sprach einmal:

„Wers nicht einfach und klar sagen kann, soll schweigen und weiterarbeiten bis ers klar sagen kann.“

Er favourisiert einen nüchternen Intellektuellen, der ohne „große Worte“, allgemeinverständlich schreibt, also seiner Position und Aufgabe gerecht wird, indem er den Austausch zwischen Intellektuellen und dem „Volke“ forciert und nicht durch kryptische Schreibweise behindert.
Was aus edlen Absichten entsprungen zu sein scheint, und den zweifelhaften Glanz einer vermeintlich intellektuell höchst redlichen Person zu spiegeln vermag, offenbart doch schließlich den affirmativen Gehalt dieser Aussage.
Poppers Aussage impliziert nämlich eine strikte Trennung von Intellektuellen und Nicht-Intellektuellen und zementiert die Teilung von geistiger und körperlicher Arbeit und gleichzeitig auch die Macht, die Intellektuellen nur in einer Gesellschaft zukommt, in der kapitalistische Produktionsweise und genannte Trennung der Arbeit herrscht.
Ebenfalls schließt Popper aus, dass sich das „gemeine Volk“ das Begründungs- und Argumentationsniveau der Experten erschließt und somit auch einen wirklichen Austausch der genannten Personengruppen, oder gar ihre Aufhebung.


2 Antworten auf “Fragmente der Kritik: Popper”


  1. Gravatar Icon 1 max popper 18. Juli 2006 um 13:54 Uhr
  2. Gravatar Icon 2 nachdenklich 18. Juli 2006 um 18:15 Uhr

    Popper hat zwei Wirkkreise, für deren Verbindung er geadelt (sic!) wurde: Er war Antikommunist (gegen Sozialutopie) und er definierte, was Wissenschaft ist.

    Quelle: http://www.hyperkommunikation.ch/personen/popper.htm

    Naja, sagt doch schon alles, oder?

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.