Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 6

Zusammenfassung von “Kritik der politischen Ökonomie” von Michael Heinrich; Fortsetzung:

3.1 „Gespenstige Gegenständlichkeit“ Produktions- oder Zirkulationstheorie des Werts?

  • Die „Wertgegenständlichkeit“, Wertsubstanz kommt Waren nur gemeinsam im Austausch zu (isoliert ist kein Ding Ware bzw. Wert, besitzt keine Wertgegenständlichkeit; Bsp: Apfel u. Feuerwehrauto wären nur in Verbindung rot, isoliert farblos, siehe S. 51, unten)
  • Die Wertgegenständlichkeit scheint als der einzelnen Waren zukommende Eigenschaft (Suchen wir außerhalb der Tauschbeziehung nach dieser Gegenständlichkeit, wissen wir nicht, wo wir sie packen sollen → „gespenstige Gegenständlichkeit“)

  • Wert ist ein gesellschaftliches Verhältnis, das als dingliche Eigenschaft erscheint, das sich in Wert und der Wertgröße ausdrückt, konstituiert sich in Produktion und Zirkulation (siehe 3.3 ,“ drei Reduktionen“)
  • Wertgröße ist ein Verhältnis zwischen individueller Arbeit und gesellschaftlicher Gesamtarbeit, Vermittlung des Verhältnis kann in einer auf Privatproduktion beruhenden Gesellschaft nur im Tausch geschehen, Die Privatproduzenten können jedoch den künftigen Wert schätzen/ spekulieren, (was Ursache von Produktion ist, und gleichzeitig oft Ursache von Verlust) mehr nicht

3.5 Wertform und Geld (Ökonomische Formbestimmungen)

  • Marx’ Wertformanalyse ist keine abstrakt-historische
  • Genesis des Geldes ist ein begriffliches Entwicklungsverhältnis (begriffliche Rekonstruktion des Zusammenhangs zwischen der „einfachen Wertform“ (eine ware drückt ihren Wert in einer anderen Ware aus) und der „Geldform“
  • Es geht um die Frage, ob Geld (in einer Waren produzierenden Gesellschaft) praktisches Hilfsmittel oder ob Geld tatsächlich notwendig ist (siehe Idiotie der Frühsozialisten: Aufrechterhaltung einer Waren produzierenden Gesellschaft, Abschaffung des Geldes)
  • Schritte der Marxschen Darstellung: 1) Formanalyse, 2) Handlungsanalyse, 3) Funktionsanalyse (vgl. S. 56 ,oben)
  • Bürgerliche Ökonomie begründet die Existenz des Geldes allein aus Perspektive der Handlungsanalyse, keine formanalytischen Darstellungen (vgl. S. 56, mitte)
  • Unterschied zwischen der Entwicklungs der Geldform („in diesem Unterabschnitt“), begriffliche Entwicklung des Geldes(„ in den beiden nächsten Unterabschnitten“)
  • Relative Wertform (Ding wird im Bezug auf etwas anderes ausgedrückt) & Äquivalentenform (dient dem Wert der ersten Ware als Äquivalent, in ihr stellt sich der Warenwert dar, neben GW zugleich unmittelbare Verkörperung von Wert, die den Wert meßbar macht, jedoch nur in einer Ware)
  • Wert drückt ein gesellschaftliches Verhältnis aus, das innerhalb eines Wertausdrucks in der Äquivalentenform verkörpert wird
  • Totale Wertform (Wert bleibt in vielen versch. Waren gleich, Ausdruck ist jedoch unfertig, Werte haben Äquivalentenformen, die sich wechselseitig ausschließen)
  • Umkehrung in die allgemeine Wertform (Waren sind einheitlich ausgedrückt, „Erst diese Form bezieht die Waren als Werte aufeinander“, Wert der Waren von GW unterschieden
  • Der Wert ,macht eine Form nötig, die den gesellschaftlichen (Beziehung einer Ware bzw. einer individuellen Arbeit zur Warenwelt bzw. zur gesellschaftlichen Gesamtarbeit) Charakter ausdrückt, was erst mit der allgemeinen Wertform gelingt
  • „Eine Ware gewinnt nur allgemeinen Wertausdruck, weil gleichzeitig alle anderen Waren ihren Wert in demselben Äquivalent ausdrücken, und jede neu auftretende Warenart muß das nachmachen, die allgemeine Wertform entsteht nur als gemeinsames der Warenwelt
  • Die Gesellschaftlichkeit des Werts drückt sich in einer gesellschaftlichen Wertform aus
  • Wert u. Wertgröße lassen sich mit Hilfe des allgemeinen Äquivalents so darstellen, als ob sie Eigenschaft der Waren wären, worauf sich das Alltagsbewußtsein gründet
  • Geldform (Äquivalentenform verwächst durch Gewohnheit mit der spezifischen Naturalform einer Ware, die Geldware wird)

Demnächst: Geld und Austauschprozess (Handlungen der Warenbesitzer)


1 Antwort auf “Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Teil 6”


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