Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung

Ich werde hier das gleichnamige Buch von Michael Heinrich in Stichpunkten zusammenfassen, und habe, um die Übersichtlichkeit weiterhin zu gewährleisten, direkt eine neue Kategorie geschaffen, worunter ich ca. ein-zweimal pro Woche Stichpunkte zu Kapiteln oder Abschnitten des Buches veröffentliche.

Online Version des Buches, Informationen zum Buch und Downloads, Homepage von Michael Heinrich

Es geht direkt los:

Notizen zu Heinrich: „Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung“

1. Kapitalismus und „Marxismus“

1.1 Was ist Kapitalismus?

  • Historische versch. Klassen u. Herrschaftsverhältnisse
  • Bürgerlich – kapitalistische Gesellschaft: formelle Freiheit und Gleichheit, kein persönliches Gewaltverhältnis (vgl. S. 13)
  • Formelle Freiheit u. Gleichheit ist die Grundlage für kapitalistische Ausbeutung (vgl. S. 14)
  • Vorkapitalistische Gesellschaften: Produktion u. Aneignung durch die herrschende Klasse dient dem individuellen Konsum der Herrscher („unmittelbare Bedarfsdeckung“)
  • Kapitalistische Gesellschaften: Produktion u. Aneignung durch Kapitalisten dient der Kapitalverwertung („unmittelbare Kapitalverwertung“) → Akkumulation ist direkter Zwang des Kapitalismus bzw. der Konkurrenz (und kein moralischer Mangel) [Salopp: „Würde der Kapitalist nicht akkumulieren, würde er Pleite gehen“] (vgl. S. 15)
  • Kapitalismus beruht auf einem systematischen Herrschaftsverhältnis, das allgemein Zwänge produziert
  • Def. Kapital: Wertsumme, die sich zweckgemäß verwertet (Handelskapital, industrieelles Kapital, Erlös für Waren über dem Wert von Kapital u. Arbeit: Gewinn, Kapital hat es praktisch in allen Gesellschaften in einer untergeordneten Rolle gegeben, Akkumulation als quasi „Selbstzweck“)
  • Genesis des Kapitals
  • „Zeitalter der Entdeckungen“: Plünderung, Versklavung, Raubmord → „Kapital floß ins Mutterland“ (Paradigma für bürgerliche Geschichtsschreibung)
  • Kapital hat keine geographischen Grenzen mehr

1.2 Die Entstehung der Arbeiterbewegung

  • Doppelt freier Arbeiter
  • Permanenter Zwang zur Lohnarbeit (Arbeitshäuser, Verfolgung, …)
  • Das 19. Jahrhundert über wurden Kämpfe um die Anerkennung von Gewerkschaften u. Streiks geführt
  • Fabrikgesetzgebung (Regulativ, Kämpfe, …)
  • Entstehung von Arbeiterparteien, Theorien, … à Hatte der damalige Marxismus nocht etwas mit den marxistischen Theorien gemein?

Demächst: „Marx und der Marxismus“


2 Antworten auf “Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung”


  1. Gravatar Icon 1 ascetonym 20. April 2006 um 20:57 Uhr

    Wozu das nun? Möchtest Du Feedback zu deinen Stichpunkten haben oder soll deine stichpunktartige Zusammenfassung der Zusammenfassung selbst schon bei der Einführung in die Kapitalismuskritik behilflich sein? Wenn letzteres, dann hätte ich schon einige Einwände, warte aber erstmal ab…

  2. Gravatar Icon 2 Administrator 21. April 2006 um 16:41 Uhr

    Beides trifft nicht zu.

    Die Stichpunkte sollen den Leuten eine Hilfe sein, die das Buch selber lesen resp. gelesen haben, z.B.um nach einer Lesepause „schnell“ wieder ins Thema zurückzufinden, oder sich den Inhalt in gestraffter Form nocheinmal zu vergegenwärtigen.

    Gruß,
    Schorsch

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.