Kongo

Nachdem Berlin die Finanzierung von Rebellenmilizen deckte, die einen Teil des rohstoffreichen Ostkongo abspalten, und die Regierung Kongos betonte, sie sei nicht an einer Militärintervention interessiert, um es nahezu schon euphemistisch auszudrücken, wird nun bekannt, dass die Bundeswehr wohl doch länger als 4 Monate im Kongo bleiben wird. Wen mag das wundern, im Anbetracht der Interessen, welche die Bundesrepublik verfolgen?

german-foreign-policy.com schreibt dazu:

Berlin verfügt seit 1994 über Einfluss auf ein Minenunternehmen (Somikivu) im Ostkongo, das zur Förderung seltener Rohstoffe für die Herstellung von Düsenmotoren und Raketenteilen gegründet worden war. Die von Somikivu betriebene Mine Lueshe gilt als eine der zwei wichtigsten Lagerstätten ihrer Art weltweit. Das dort erschlossene Material gehört zu den bedeutenden Rohstoffvorkommen im Ostkongo, die seit Beginn der europäischen Kolonialherrschaft immer wieder zu Streitobjekten ausländischer Mächte wurden.

Berlin möchte sich die Macht über die Mine erhalten, auch um Einfluß auf die Demokratische Republik Kongo üben zu können.

Während auf anderen Erdteilen Menschen verhungern, geht es fast nicht mehr zynischer, wenn als Grund für die Entsendung des Militärs die „Sicherung der Wahlen“ angegeben wird.

Siehe auch: GFP Bericht II und GFP Bericht III